Archiv der Kategorie ‘Vorbereitungen‘

 
 

Deutschland. Nicht mehr Anstehen wegen der Malaria.

12. Juli 2011 • Kategorie: Vorbereitungen • Kommentare: Kommentare deaktiviert

Warum nicht Beruf und Leidenschaft verbinden, dachten wir uns bevor wir loszogen. Die gleiche Idee hatten jetzt auch zwei Freunde, die selbst gerne auf Reisen in der weiten Welt unterwegs sind. Nur dass bei Ihnen nicht der Job ein Teil des Reisens wird, sondern die Reisen anderer Menschen Teil Ihres Jobs. Ein paar Sätze über eine gute Idee, die vielen die Vorbereitung auf zukünftige Reisen erleichtern wird.

Wer kennt ihn nicht, den obligatorischen Gang zum Tropeninstitut um sich vor der Reise über notwendige und empfohlene Impfungen zu informieren, um zu erfahren, welche Medikamente im geplanten Urlaubsland zur Malaria-Prophylaxe wirksam sind oder weil die letzte Tollwut-Impfung schon eine Weile zurückliegt und man nicht weiß von wie vielen Straßenhunden man im nächsten Urlaub angefallen werden möchte.

Man schiebt die lästige Fahrt zur Beratung in den tropenmedizinischen Instituten in Hamburg, Berlin oder München bis kurz vor Abreise auf und ist dann natürlich schon wieder viel zu spät dran, um die notwendigen Impfungen noch vor der Reise im richtigen Abstand durchzuführen. In den Instituten selbst herrscht wie immer zur Urlaubszeit Hochbetrieb und bevor man irgendwann mal dran kommt, sitzt man stundenlang in Gängen und Wartezimmern. Uns hat das Gewarte schon immer genervt, daher freuen wir uns besonders über das Projekt von Uli und Clemens.

Medizinische Reiseberatung

Die beiden sind promovierte Ärzte mit reisemedizinischer Zusatzausbildung und bieten seit kurzem eine umfassende medizinische Reiseberatung per Internet an. Innerhalb von zwei Tagen bekommt man seine individuellen Beratungsunterlagen per E-mail oder als Brief im Postkasten. Ausgedruckt oder digital auf dem Smartphone oder Laptop, hat man die komplette Beratung auch noch jederzeit zum Nachlesen auf der Reise mit dabei. Selbst wenn man schon unterwegs ist und sich Reisepläne und -ziele spontan ändern, ist es jetzt möglich, unkompliziert per Internet auf eine fundierte medizinische Reiseberatung zurückzugreifen.

Wir finden die Idee mit der Reiseberatung per Internet super, wünschen den beiden viel Erfolg und verlinken daher ab sofort die Medizinische Reiseberatung von Clemens und Uli, die natürlich ganz offiziell Dr. med. Clemens Heiser und Dr. med. J. Ulrich Sommer heißen.

Lesen, Telefonieren, Schleifen und Streichen.

08. Dezember 2009 • Kategorie: Vorbereitungen • Kommentare: Kommentare deaktiviert

Die Vorbereitungen waren dann doch vielfältiger und zeitaufwändiger als gedacht, so hat sich unser Abreise um einige Wochen gen Winter verschoben.

Und das, obwohl wir bereits vor zweieinhalb Jahren mit der Planung begonnen hatten. Einiges davon gehört zwar eher in die Kategorie ‘Vorfreude und Lust am Planen’, als dass man es als effektive Reiseplanung bezeichnen könnte, aber irgendwie mussten wir nun einmal anfangen, uns durch einen Wust an oftmals widersprüchlichen Informationen zu kämpfen. Da wir während der Reise an mehreren Projekten arbeiten, wollten auch diese entworfen, vorbereitet und erprobt werden.

Der geplante Verlauf der Reise musste mit den Einreisebestimmungen, der erlaubten Aufenthaltdauer, den klimatischen Bedingungen und unseren Projektvorhaben abgestimmt werden. Die ursprünglich angedachte Route über Indien, Nepal, Tibet nach China erwies sich nach einigen Wochen Recherche und den damaligen Unruhen in Nepal und Tibet als nicht vorhersehbares Unterfangen bezüglich Kosten, Zeitaufwand und Gelingen.

Wer Informationen zum Reisen sucht, findet davon heutzutage überreichlich in geschriebener und digitaler Form. Die ganze ‘Globetrotter’-Gemeinde tauscht sich intensiv über alle verfügbaren Medien aus und trifft sich mehrmals jählich an verschiedenen Pilgerorten, beispielsweise auf dem Därr-Treffen in Wasserburg. Erfahrene und weniger Erfahrene Reisende verbringen hier, wie auch wir, ein paar Tage Reiseberichten lauschend, die neusten Einreisebestimmungen beredend und vor allem – und am liebsten – unter den Fahrzeugen liegend. Besonders dort wird einem bewusst, dass man wahrlich nicht der einzige ist, der sich einbildet mit dem eigenen Fahrzeug in der Welt herum gondeln zu müssen.

Globitreffen 2009

Motiviert durch all die Reiselustigen fällt es auch wesentlich leichter sich durch den Formalkram der einzelnen Länder zu wühlen.

Natürlich wollten wir auch unser Fahrzeug vor der Abreise noch ein wenig auf Vordermann bringen. Neu gestrichen, das ein oder andere Roststellchen überarbeitet so gut es eben ging, eine zusätzliche Heizmöglichkeit für den kalten europäischen Winter eingebaut, hier und da noch geschweißt, gebastelt, geschmiert, gesägt, geschliffen, gelötet und montiert und was nicht noch so alles. Wir waren gut beschäftigt, so dass fast drei Monate lang bis in die Nacht hinein gewerkelt werden musste um alles fertig zu bekommen, wobei nicht alles so viel Freude bereitete wie mit der Flex am Heckträger nach Einbruch der Dunkelheit ein mittleres Feuerwerk zu veranstalten.

Spät am Abend

Nach einem medizinischen Schnellkurs im Infusionen legen, ambulanter Schmerzbehandlung und dem Nähen von Schusswunden, ziehen wir mit einem umfangreichen Ersatzteillager für Mensch und Maschine los um wenigstens auf einige Eventualitäten eingestellt zu sein.

Nicht ohne das Bewusstsein, dass trotz intensiver Planung und Vorbereitung am Ende doch alles anders kommen wird als man dachte.

Wenn das erste Lichtlein brennt…

31. Oktober 2009 • Kategorie: Vorbereitungen • Kommentare: Kommentare deaktiviert

Der Blick aus dem Fenster unserer Behausung zeigt es immer deutlicher: Die Felder sind abgeerntet, die Vegetation beginnt sich zurückzuziehen und nicht nur der Raureif auf den Wiesen, sondern auch das Thermometer neben unserem Bett bestätigt, dass es nun auch schon regelmäßig unter 5 °C sind, die uns allmorgentlich in die Nase zwicken. Immer öfter quälen sich dicke Nebelschwaden über das heimatliche oberpfälzer Hügelland und auch die Rinder auf der benachbarten Weide sind sichtlich unerfreut über die Vorboten des heraneilenden Winters.

Vier Grad

Allmorgentlicher Ausblick

Obwohl die frischen Temperaturen nur ein leiser Vorgeschmack auf das sind, was uns auf den Pässen zwischen Türkei und Iran erwarten wird, treibt uns die Herbststimmung voran, die letzten Vorbereitungen anzugehen. Langsam wird es Zeit aufzubrechen. Immer noch schiebt sich unermütlich ein Berg an Aufgaben vor uns her, dennoch steht jetzt fest: Am 1. Advent geht es los.

In naher Zukunft werden wir das schöne Bayern verlassen.

05. Oktober 2009 • Kategorie: Vorbereitungen • Kommentare: 0

Starting Oktober twothousandnine european calendar – nun ist es soweit.

Worum geht es eigentlich? In naher Zukunft werden wir das schöne Bayern verlassen. Damit wir zu Verwandten, Freunden und Bekannten Konkakt halten können, haben wir uns entschlossen, die Medien der um sich greifenden digitalen Welt zu bemühen. Wenigstens gelegentlich möchten wir über das Wo, Was und Wie informieren. Um hierbei jedem die Möglichkeit zu geben, nach eigenem Belieben Informationen auf sich einströmen zu lassen, haben wir zum Rundumschlag mit Blog, Facebook und Twitter angesetzt. Wir hoffen, all diese digitalen Wunderwaffen der distanzüberwindenden Kommunikation funktionieren irgandwann einmal so, wie wir uns das vorstellen. Ob es im Endeffekt möglich sein wird, auch von einem uzbekischen oder turkmenischen Internetcafé aus Bilder ins Netz zu schicken, wird sich zeigen. Wir denken, dass es einen Versuch wert ist und falls es nicht funktionieren sollte, bleiben uns noch immer die guten alten Postkarten.

Genug der Vorrede, nun zu dem, worüber hier erzählt werden soll. Wir planen für längere Zeit Richtung Osten unterwegs zu sein, an unseren Projekten für die Uni zu arbeiten, viele Eindrücke aus anderen Ländern und Kulturen zu gewinnen und mal zu sehen, ob uns das Leben auf zwölf Quadratmetern Heimat über mehrere Monate hinweg so viel Freude bereitet, wie wir glauben. Die zwölf Quadratmeter heißen Paula, bestehen aus etwa fünf Tonnen Alteisen, einer Tonne Rustikalholzausbau, Küche, Bett, Dusche, WC und etwas Schnick-Schnack.

Paula

Unsere fahrbaren vier Wände sind mittlerweile 32 Jahre lang gereift und an der einen oder anderen Stelle bedarf es nun doch einer kosmetischen Behandlung. Momentan sind wir dabei, den Lastwagen abfahrbereit herzurichten und nebenbei alle Formalia für die Reise zu klären. Obwohl wir bereits seit mehr als zwei Jahren auf den Abfahrstermin hindenken und -planen, Informationen sammeln und Vorbereitungen treffen, ergeben sich immer wieder neue Herausforderungen. Das Wichtigste ist erstmal erledigt: Studium abgeschlossen bzw. Scheinfrei, Wohnung geräumt, Tüv für’s Auto bekommen. Dennoch bleibt viel zu tun und wir wissen noch nicht genau ob es beim geplanten Abreisezeitpunkt Ende Oktober bleibt. An jeder Ecke im LKW ergeben sich neue Dinge die man ‘unbedingt’ noch machen möchte, der Keller der Eltern steht voller Gerümpel, das zwischen LKW, Pappkartons und Mülleimer verteilt werden möchte und so einiger Papierkram will auch noch vor der Abreise erledigt werden. Naja, wird schon alles werden, selbst wenn man das Gefühl hat, dass die Tage an einem vorbeifliegen, ohne dass es merklich vorwärts geht.

Erst noch etwas Schrauben, dann in Freising eine Woche für die Uni arbeiten und noch möglichst viel Zeit mit Freunden verbringen, dann wieder bei den Eltern zu Hause sein und alles fertig basteln, dann losfahren. Wird knapp bis Ende Oktober.

Welcome aboard

30. Juli 2009 • Kategorie: Vorbereitungen • Kommentare: Kommentare deaktiviert

Starting oktober twothousandnine european calendar