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		<title>Mexiko. Im Reich der Maya 1 &#8211; Toniná.</title>
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		<pubDate>Fri, 18 May 2012 16:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Es hat gut getan einmal länger an einem Ort zu verweilen. Selten sind wir länger als zwei bis drei Tage an einem Stellplatz. Das letzte Mal, dass wir uns für so lange Zeit wie in San Cristobal niedergelassen hatten, war vor knapp einem Jahr im Schatten der Petronas Towers in Kuala Lumpur. Doch nun sind [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat gut getan einmal länger an einem Ort zu verweilen. Selten sind wir länger als zwei bis drei Tage an einem Stellplatz. Das letzte Mal, dass wir uns für so lange Zeit wie in San Cristobal niedergelassen hatten, war vor knapp einem Jahr im Schatten der Petronas Towers in Kuala Lumpur. Doch nun sind wir wieder voller Tatendrang und haben Lust Neues zu entdecken.</p>
<p>Da trifft es sich, dass wir uns gerade im Gebiet der bedeutendsten Hochkultur Mesoamerikas befinden, im Reich der Maya. Während der Blütezeit der Maya zwischen 300 und 1200 n.Chr. entstanden mächtige Stadtstaaten und Zeremonialzentren, die nach dem Untergang der Maya-Königreiche vom Dschungel verschluckt und in Vergessenheit geraten waren. Erst 1840 begann die archäologische Wiederentdeckung der Maya-Stätten, die bis heute anhält. Immer wieder werden unscheinbare, vom dichten Grün überwachsene Hügel als gigantische Bauwerke vergangener Zeiten enttarnt und mühevoll rekonstruiert. Wie viele tausende dieser Stätten in Zentralamerika noch im Verborgenen schlummern ist unbekannt, einige sind jedoch bereits entdeckt.</p>
<p>Wir beginnen unsere Reise in die Welt der Maya mit einer der weniger bekannten Stätten: Toniná. Das Herz der Anlage bildet eine riesige Tempelpyramide, die mit 70 Metern zu den höchsten Bauten der Maya-Kultur gehört. Während das wenige Fahrstunden entfernte Palenque sämtliche Mexikourlauber in seinen Bann zieht, verirren sich nach Toniná nur wenige Touristen. Wir finden einen angenehmen Stellplatz direkt vor dem Eingang der Pyramiden und machen uns am folgenden frühen Morgen daran die Pyramide zu entdecken. Eintritt wird von uns keiner verlangt, da sich der Ticketverkäufer heute freigenommen hat.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1810" title="Tonina 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Tonina-2.jpg" alt="Tonina 2" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1811" title="Tonina-Land-der-Zapatisten" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Tonina-Land-der-Zapatisten.jpg" alt="Tonina-Land-der-Zapatisten" width="500" height="333" /></p>
<p>Die ersten Stunden des Tages haben wir die Ruinen ganz für uns. In aller Ruhe erkunden wir die engen, dunklen Tunnel, scheuchen so manche Eidechse auf, die sich über die ersten Sonnenstrahlen freut und erklimmen über sieben Terrassen schließlich die Spitze der Pyramide. Lange sitzen wir hier oben und blicken auf die saftig grüne Hügellandschaft zu unseren Füßen. Als die Sonne die letzten Nebel lichtet und die frische Luft langsam einer feuchtschwülen Hitze weicht, verabschieden wir uns von diesem stillen und einzigartigen Ort.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1812" title="Tonina" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Tonina.jpg" alt="Tonina" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1813" title="Tonina-Statue" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Tonina-Statue.jpg" alt="Tonina-Statue" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1816" title="Tonina Landschaft" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/05/Tonina-Landschaft1.jpg" alt="Tonina Landschaft" width="500" height="332" /></p>
<p>Über lange Zeit waren wir die einzigen Besucher dieses riesigen Monuments, konnten ungestört umherstreifen und die mystische Stimmung auf uns wirken lassen. Sehen wir mal, was uns an unserem nächsten Ziel, dem weltbekannten &#8216;Palenque&#8217; erwarten wird.</p>
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		<title>Mexiko. Ruhige Tage in San Cristobal.</title>
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		<pubDate>Tue, 01 May 2012 08:05:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Wenn das Weiterziehen alltäglich ist, dann wird das Verweilen ungewöhnlich. Seit unserer Rückkunft in Nordamerika haben wir bereits weit über 10.000 Kilometer zurückgelegt, fast täglich waren wir am Steuer gesessen und sind Stück um Stück nach Süden gereist. Nahezu jeden Tag eine neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Herausforderungen. Die Zeit in den USA fühlt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn das Weiterziehen alltäglich ist, dann wird das Verweilen ungewöhnlich. Seit unserer Rückkunft in Nordamerika haben wir bereits weit über 10.000 Kilometer zurückgelegt, fast täglich waren wir am Steuer gesessen und sind Stück um Stück nach Süden gereist. Nahezu jeden Tag eine neue Umgebung, neue Eindrücke, neue Herausforderungen. Die Zeit in den USA fühlt sich bereits an, als läge sie viele Monate, wenn nicht Jahre zurück.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1792" title="Popocatepetl Mexiko" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Popocatepetl-Mexiko.jpg" alt="Popocatepetl Mexiko" width="500" height="332" /></p>
<p>Den Norden Mexikos haben wir verhältnismäßig schnell hinter uns gelassen, viele Tage lang sind wir von früh bis spät über die &#8216;Topes&#8217; gehoppelt und auch die Fahrt durchs Inland war recht anstrengend, bergauf – bergab über die vielen Gebirgszüge der Sierra Nevada, vorbei am rauchenden Popocatépetl, durch blaue Agavenplatagen und grüne Kakteenfelder. Nach drei Monaten auf Achse ist jetzt Zeit, ein paar Tage oder Wochen etwas kürzer zu treten, durchzuatmen.</p>
<p>Wir sind mittlerweile im Süden Mexikos, in San Cristobal de las Casas gelandet, auf einem beschaulichen Campingplatz am Stadtrand und es scheint genau der richtige Ort zu sein, für eine Verschnaufpause, bevor wir uns bald in die vielen Staaten Mittelamerikas stürzen werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1793" title="Iglesia-San-Cristobal" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Iglesia-San-Cristobal.jpg" alt="Iglesia-San-Cristobal" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1794" title="Fussball vor der Kirche" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Fussball-vor-der-Kirche.jpg" alt="Fussball vor der Kirche" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1795" title="Mercado-Municipal-San-Cristobal" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Mercado-Municipal-San-Cristobal.jpg" alt="Mercado-Municipal-San-Cristobal" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1799" title="Zentrum San Cristobal" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Zentrum-San-Cristobal.jpg" alt="Zentrum San Cristobal" width="500" height="333" /></p>
<p>Die Tage vergehen wie im Flug mit Ausflügen in die Stadt und in die  umliegenden Bergdörfer, wir schreiben Emails und Skypen mit Familie und  Freunden, versuchen unser Spanisch etwas besser in die Gänge zu bringen  und freuen uns über andere Reisende auf dem Campingplatz. <a title="Webseite von Hannie und JP" href="http://www.jphannieontour.nl/" target="_blank">Hannie und JP</a> aus Holland haben wir bereits in Oaxaca getroffen, <a title="Webseite von Rita und Rudi" href="http://www.menrad-international.com/" target="_blank">Rita und Rudi</a> aus Deutschland sind knapp vor uns in San Cristobal angekommen, <a title="Blog von Rodney" href="http://slojo.tumblr.com/" target="_blank">Rodney</a> aus Australien schlägt für ein paar Tage sein Zelt neben uns auf. Nach  einigen Wochen auf vielen völlig ausgestorbenen Campingplätzen in  Nord und Zentralmexiko macht es Freude wieder einmal Nachbarn zu haben,  mit denen man sich zusammensetzen und plauschen kann.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1796" title="Grafiti San Cristobal" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Grafiti-San-Cristobal.jpg" alt="Grafiti San Cristobal" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1798" title="Grafiti San Cristobal 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Grafiti-San-Cristobal-2.jpg" alt="Grafiti San Cristobal 2" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1797" title="Grafiti-Jahrtausende-alte-Symbolik" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Grafiti-Maya-Symbolik.jpg" alt="Grafiti-Jahrtausende-alte-Symbolik" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1800" title="EZLN-Chiapas" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/EZLN-Chiapas.jpg" alt="EZLN-Chiapas" width="500" height="332" /></p>
<p>In San Cristobal ist nahezu täglich so viel geboten, dass man gar nicht weiß, wo man zuerst hingehen soll. Hier ein Kultur-Event, dort Tanzaufführungen, Theater, Ausstellungen, nebenbei ein Dokumentarfilm-Festival, nicht zuletzt die Semana-Santa &#8211; die &#8216;heilige Woche&#8217; mit Umzügen und Prozessionen, quirlige Markttage, Konzerte, eine immer lebendige Innenstadt, Museen, prachtvolle Kirchen,  unzählige Cafés und Kneipen. Also jeden Tag volles Programm?<br />
Nein. Es tut auch mal ganz gut, einen Tag lang keinen Fuß vor den Campingplatz hinaus zu setzen und einfach mal nichts Neues zu sehen, zu hören oder sonst wie zu erleben.</p>
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		<title>Mexiko. No Bam Bam en la noche!</title>
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		<pubDate>Fri, 27 Apr 2012 08:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Mexiko-Stadt, mit über 30 Millionen Einwohnern nach Tokio das zweitgrößte Ballungsgebiet dieser Erde, können und wollen wir uns nicht entgehen lassen. Sich mit dem eigenen Fahrzeug in dieses gigantische Moloch zu wagen, das hierzulande nur kurz &#8216;Dee-Efe&#8217; genannt wird, ist vermutlich kein allzu großer Spaß. So beschließen wir unseren Lkw in Tepotzotlán, einer kleinen Stadt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mexiko-Stadt, mit über 30 Millionen Einwohnern nach Tokio das zweitgrößte Ballungsgebiet dieser Erde, können und wollen wir uns nicht entgehen lassen. Sich mit dem eigenen Fahrzeug in dieses gigantische Moloch zu wagen, das hierzulande nur kurz &#8216;Dee-Efe&#8217; genannt wird, ist vermutlich kein allzu großer Spaß. So beschließen wir unseren Lkw in Tepotzotlán, einer kleinen Stadt außerhalb des Zentrums, zu parken und für drei Tage in ein möglichst zentral gelegenes Hotel zu ziehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1780" title="Smog in Mexiko-Stadt" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Smog-in-Mexiko-Stadt.jpg" alt="Smog in Mexiko-Stadt" width="500" height="333" /></p>
<p>Nun, jeder weiß, dass ein Hotel, das mit den Worten &#8216;zentral gelegen&#8217; beschrieben wird, nicht nur zentral liegt, sondern auch laut sein dürfte. Da uns Lärm in der Regel nicht viel ausmacht, entscheiden wir uns, aufgrund der guten Ausgangslage zur Innenstadt, für ein eben solches besonders &#8216;zentral gelegenes&#8217; Hotel. Schon beim Einchecken werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass am kommenden Wochenende eine große Party auf der hoteleigenen Dachterrasse stattfindet und es daher sehr laut werden wird. Gut, stört uns nicht. Desweiteren gebe es zwei Zimmertypen: Das eine Zimmer ginge auf die Straße und sei tagsüber laut, das andere Zimmer sei deutlich ruhiger, aber muffig und ohne Ausblick. Wir entscheiden uns für laut mit Ausblick.</p>
<p>Und tatsächlich gibt es jede Menge zu beobachten. Auf der Straßenseite  gegenüber befindet sich der Präsidentenpalast, der Tag und Nacht vom  schwer bewaffneten Militär bewacht wird. Darüber hinaus dient die Straße  unter unserem kleinen im ersten Stock gelegenen Balkon unzähligen  Händlern als Verkaufsfläche. Was immer man sucht, hier wird man fündig  und es kostet selten mehr als 90 Cent. Haarteile, Handtaschen, Fächer,  Wurstsemmeln, Unterhemden, Armbanduhren, Haargummis, Büstenhalter,  Spielzeugeisenbahnen, Tortillas, Slips, Getränke, Sporttaschen, Bürsten,  Geldbeutel, Schreibblöcke, Buntstifte, süße Teigtaschen und vieles  mehr. Natürlich tummeln sich dazwischen auch hunderte potenzielle Kunden  in der Straße, aber all dies würde noch nicht diesen unglaublichen Lärm  erklären, der ab Mittags in unser Hotelzimmer dröhnt. Die Besonderheit  dieser Straßenverkäufer liegt darin, dass ein jeder den Preis seiner  angebotenen Ware mit größtmöglicher Lautstärke in die vorbeiströmende  Masse hineinschreit. Da das ganze Spektakel gegen 19 Uhr endet, stört es  uns nicht weiter, vielmehr sehen wir gern diesem verrückten Treiben von  oben zu.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1781" title="Straßenmarkt in Mexiko-Stadt" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Straßenmarkt-in-Mexiko-Stadt.jpg" alt="Straßenmarkt in Mexiko-Stadt" width="500" height="333" /></p>
<p>Unsere erste Nacht in diesem Hotel fällt auf einen Donnerstag und so freuen wir uns auf ruhige Stunden. Die Straße ist leer, die Hotelparty soll erst morgen starten. Doch was ist das? Kurz nach 24 Uhr werden wir von ohrenbetäubenden Gehämmere geweckt. Nach einer halben Stunde versucht Thomas den Störenfried ausfindig zu machen und findet ihn im 24-Stunden-Supermarkt nebenan. Ich liege schlaftrunken im Bett und höre über die Balkontür, wie Thomas mit den Worten „No Bam! Bam! en la noche“ dem Arbeiter im Supermarkt klarzumachen versucht, dass man solche Bauarbeiten wohl besser tagsüber erledigen sollte und nicht wenn im Hotel nebenan etwa 100 Personen versuchen zu schlafen. Der Handwerker ist sichtlich beeindruckt von Thomas Auftritt, erklärt jedoch, dass der Schlagbohrer andernfalls tagsüber die Kunden des Supermarktes stören würde. Dieser bestechenden Logik haben wir nichts hinzuzufügen und da wir anscheinend die einzigen sind, die sich von solch nächtlichen Aktivitäten beim Schlaf gestört fühlen, nehmen wir dankbar die von der Rezeption angebotenen Ohrenstöpsel an und versuchen weiterzuschlafen, während auf der gegenüberliegenden Seite der Mauer Schlitze in den Beton gestemmt werden.</p>
<p>In der folgenden Nacht bleiben wir zwar vom Lärm der angekündigten Hotelparty verschont, unsere Freunde nebenan jedoch starten pünktlich um 24 Uhr mit Hammer und Meißel. Wir sind glücklicherweise todmüde und nehmen den Lärm kaum wahr.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1782" title="Gewitter über Mexiko-Stadt 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Gewitter-über-Mexiko-Stadt-2.jpg" alt="Gewitter über Mexiko-Stadt 2" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1783" title="Gewitter über Mexiko-Stadt 1" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Gewitter-über-Mexiko-Stadt.jpg" alt="Gewitter über Mexiko-Stadt 1" width="500" height="333" /></p>
<p>Kommen wir zur dritten Nacht. Da wir tagsüber stundenlang durch die Stadt streifen, Busfahren, Museen besichtigen, U-Bahnfahren, diverse Stadtviertel besuchen und kilometerweit zu Fuß unterwegs sind, fallen wir bereits um 20 Uhr geschafft in die Federn. Um 00:30 Uhr stehen wir allerdings schon wieder senkrecht im Bett, nicht nur das ohrenbetäubende Hämmern hat wieder begonnen, sondern auch die Party auf der Dachterrasse. Nun ist an Schlafen wirklich nicht mehr zu denken und so machen wir das beste daraus, ziehen uns wieder an und feiern mit. Die erste Liveband beginnt gerade zu spielen, nur schade, dass ich die Augen kaum aufhalten kann. Ein Bier und zwei Stunden später kann ich mich nicht mehr auf den Beinen halten, während Thomas der zweiten Live-Band lauscht, krieche ich zurück ins Bett. Mittlerweile ist der Baulärm verstummt und ich schlummere schnell tief und fest.</p>
<p>Wer Mexiko entspannt bereisen möchte, das haben wir mittlerweile einige Male eindrucksvoll feststellen können, muss entweder gute Nerven oder schlechte Ohren haben – im besten Fall beides.</p>
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		<title>Mexiko. Die Übriggebliebenen.</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Apr 2012 11:32:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwischen November und März spielt sich ein außergewöhnliches Naturschauspiel in den Bergen Zentralmexikos ab. Zig Millionen Monarch-Falter finden sich hier in ihrem Winterquartier ein, nachdem sie eine über 3000 Kilometer lange Reise aus dem Norden der USA hinter sich gebracht haben. Leider sind wir schon etwas spät dran, denn ab Anfang März machen sich die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwischen November und März spielt sich ein außergewöhnliches Naturschauspiel in den Bergen Zentralmexikos ab. Zig Millionen Monarch-Falter finden sich hier in ihrem Winterquartier ein, nachdem sie eine über 3000 Kilometer lange Reise aus dem Norden der USA hinter sich gebracht haben. Leider sind wir schon etwas spät dran, denn ab Anfang März machen sich die orange-schwarzen Schmetterlinge wieder auf den weiten Rückweg.</p>
<p>Stundenlang schrauben wir uns im zweiten Gang mit knapp 20 km/h über steile Serpentinen die Berge hinauf. Schneller geht es nicht, der Motor dröhnt im gewohnten Takt und schiebt die knapp 8 Tonnen langsam durch die Kiefernwälder nach oben. Wer weiß, ob sich der weite und anstrengende Umweg überhaupt lohnt?</p>
<p>Der Eingang zum Biosphärenreservat &#8216;Santuario de las Mariposas Monarcas&#8217; liegt auf gut 3000 m Höhe. Nach langer Fahrt dort angekommen stellen wir den Lkw auf einem vollkommen leeren Parkplatz ab. Hauptsaison scheint hier nicht gerade zu sein. Je nach Monat verlagert sich der Aufenthaltsort der Schmetterlinge und jetzt, gegen Ende ihres Aufenthaltes, müssen wir einige hundert Meter absteigen, falls wir welche finden wollen. Wir sind skeptisch, ob wir überhaupt noch ein paar sehen werden, denn selbst die Ticketverkäufer schütteln den Kopf, als wir fragen, ob jetzt noch viele Schmetterlinge hier seien.</p>
<p>So erhoffen wir uns nicht all zu viel, als wir uns mit unserer Führerin auf den Weg machen. Eineinhalb Stunden geht es bergab, weit und breit ist kein einziger Schmetterling zu sehen. Halb so schlimm, wir freuen uns über die idyllische Wanderung durch den kühlen Bergwald. Dann, wir sind mittlerweile über Stock und Stein gelaufen, entdecken wir einen ersten abgebrochenen, orange schillernden Schmetterlingsflügel auf dem Boden. Naja &#8211; wenigstens etwas.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1768" title="Monarchfalter 6" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-6.jpg" alt="Monarchfalter 6" width="500" height="333" /></p>
<p>Der Weg führt weiter bergab, vorbei an Felsen und Bergbächlein und  plötzlich flattert ein erstes lebendes Exemplar an uns vorüber. Da  hinten noch einer, dort zwei und mit jedem Meter werden es mehr. In der  Luft, auf den Bäumen und Büschen und auch auf dem kühlen Boden sitzen  und flattern sie. Vorsichtig setzen wir einen Schritt vor den anderen um  nicht auf ein Exemplar zu treten. Als wir schließlich durch einige  Büsche hindurch schlüpfen, öffnet sich vor uns eine kleine Lichtung auf  einer Anhöhe. Etwas erschöpft lassen wir uns auf dem Waldboden nieder  und kommen aus dem Staunen kaum noch heraus. Unzählbare Schmetterlinge  hängen an den Ästen der uns umgebenen Bäume.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1769" title="Monarchfalter 7" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-7.jpg" alt="Monarchfalter 7" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1770" title="Monarchfalter 5" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-5.jpg" alt="Monarchfalter 5" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1771" title="Monarchfalter 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-2.jpg" alt="Monarchfalter 2" width="500" height="333" /></p>
<p>Mit einem Mal beginnt die Luft zu surren, als würde ein Luftstoß durch  das Blätterdach fahren, doch das Geräusch kommt nicht vom Wind, nein,  zigtausende Schmetterlingsflügel bringen die Luft zum Klingen. Ein  riesiger Schwarm erhebt sich von einem Baum, schwirrt über uns hinweg.  Das Geräusch verstummt schlagartig, kaum dass sich der Schwarm auf einem  anderen Busch niedergelassen hat. Dieses Schauspiel wiederholt sich  wieder und wieder. Alle paar Minuten ertönt dieses Knistern und  Rascheln, erhebt sich eine dunkle Wolke aus einer der Baumkronen, um  wenige Augenblicke später mit einem anderen Baum zu verschmelzen. Es  müssen Hunderttausende von Schmetterlingen sein zwischen denen wir  sitzen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1772" title="Monarchfalter 1" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-1.jpg" alt="Monarchfalter 1" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1773" title="Monarchfalter 3" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-3.jpg" alt="Monarchfalter 3" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1774" title="Monarchfalter 4" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Monarchfalter-4.jpg" alt="Monarchfalter 4" width="500" height="333" /></p>
<p>Unsere Hälse werden langsam steif vom vielen in die Luft Starren, doch wir können uns nur schwer von dieser einmaligen Kulisse lösen. Dass nahezu alle Monarchfalter dieses Winterquartier schon verlassen haben und es sich hierbei nur noch um einen kläglichen Rest handeln soll, können wir kaum glauben. Für uns gehört dieses Erlebnis zu den bisher beeindruckendsten auf unserer Reise.</p>
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		<title>Mexiko. Die Mumien von Guanajuato.</title>
		<link>http://www.abseitsreisen.de/blog/2012/04/mexiko-die-mumien-von-guanajuato/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Apr 2012 13:52:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Touristenattraktion der spezielleren Art ist das „Museo de las Momias“ in Guanajuato. Als man 1865 neue Gräber auf dem Friedhof benötigte, entdeckte man, dass die Leichname in den alten Gräbern keineswegs verwest, sondern aufgrund der Beschaffenheit der Begräbnisstätte mumifiziert worden waren. Statt die sterblichen Überreste wieder beizusetzen, kam man damals auf die Idee, sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eine Touristenattraktion der spezielleren Art ist das „Museo de las Momias“ in Guanajuato. Als man 1865 neue Gräber auf dem Friedhof benötigte, entdeckte man, dass die Leichname in den alten Gräbern keineswegs verwest, sondern aufgrund der Beschaffenheit der Begräbnisstätte mumifiziert worden waren. Statt die sterblichen Überreste wieder beizusetzen, kam man damals auf die Idee, sie einem staunenden Publikum zu präsentieren.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1746" title="Museo Momias 1" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Museo-Momias-1.jpg" alt="Museo Momias 1" width="500" height="333" /></p>
<p>Das ist an sich nichts Ungewöhnliches. Auch in Europa werden Tote zur Schau gestellt, ob die als Reliquien verehrten menschlichen Überreste eines Heiligen, der als Mumie erhaltene <a title="Sehenswürdigkeiten in Kastl" href="http://www.kastl.de/sehensw.php" target="_blank">Leichnam der kleinen Prinzessin Anna</a> in der Klosterkirche von Kastl i.d. Opf. oder unzählige Gebeine und Mumien in den Katakomben von Palermo auf Sizilien. Nicht zuletzt auch die plastifizierten Leichen, die in der Ausstellung &#8216;Körperwelten&#8217; bereits von Millionen beäugt wurden. Dennoch muss man sagen, dass dieses Museum alles, was wir bisher gesehen haben, auf für unser Empfinden makabere Art übertrifft.</p>
<p>Natürlich waren auch wir neugierig, waren wir gespannt auf diese Mischung aus musealer Informationen und einer gewissen Sensationslust am Ungewöhnlichen. So spazieren wir eine Stunde bei herrlichem Sonnenschein durch die Gassen dieser verwinkelten, farbenprächtigen Stadt, bis wir schließlich das Museum erreichen. Nach einem kurzen Einstiegsvideo, das keinerlei Information liefert sondern ähnlich dem Vorspann eines Horrorfilms Nahaufnahmen der Toten aus der schwarzen Bildschirmfläche aufblitzen lässt, trifft man im zweiten Ausstellungsraum auf die erste Mumie in einer Glasvitrine, stehend, mit weit geöffnetem Mund. Man versucht gar nicht, das Phänomen Mumie unter einem wissenschaftlichen Aspekt zu beleuchten, vielmehr wird bewusst der Gruselfaktor verstärkt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1747" title="Röntgenbild der Momias" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Röntgenbild-der-Momias.jpg" alt="Röntgenbild der Momias" width="500" height="332" /></p>
<p>Im nächsten Raum werden einige Mumien stehend in ihrem Sarg präsentiert und das Bild erinnert doch stark an Graf Dracula. Etwa 100 Mumien werden einzeln oder in Reihe gezeigt, völlig nackt, in Strümpfen oder in den letzten erhaltenen Fetzen &#8211; meist haben zumindest die Schuhe die Zeit überstanden. So stehen sie also vor einem, klein und groß, dünn und dick. Man hat keine Skrupel vor den Toten, zeigt sie ohne jede Scheu. Bei dem einen spannt sich die vertrocknete Haut straff über das Skelett, bei wieder anderen ist das massige Fleisch vergangen, doch die Haut ist geblieben und bildet einen merkwürdig voluminösen Korpus. Auch Kinder werden gezeigt, in kleinen Vitrinen, in Windeln oder im Spitzenkleidchen, einen Rosenkranz in den kleinen Händchen, die so gut erhalten sind, dass selbst die winzigen Fingernägel gut zu erkennen sind.</p>
<p>Doch das eigentlich befremdliche an dieser Ausstellung sind nicht die Toten selbst, sondern die Schilder, auf denen die besonderen Merkmale einer jeden Mumie, die Art des Todes, vom Kleinkind bis zum Greis, auf verstörende Weise und in persönlicher Rede der Toten beschrieben wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1748" title="The China Girl" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/The-China-Girl.jpg" alt="The China Girl" width="500" height="333" /></p>
<p>Der Umgang mit dem Tod scheint in Mexiko ein völlig anderer zu sein als in Zentraleuropa. Der am ausgelassensten gefeierte Tag des Jahres ist der &#8216;Dia de Muertos&#8217;, der &#8216;Tag der Toten&#8217; im November.  Nach dem Verständnis des Volksglaubens, der bis weit vor die Zeit des Christentums in Mexiko zurückreicht, ist der Tod nicht das Ende der Existenz, sondern der Übergang in eine Parallelwelt, in der das Leben nun weitergeht.</p>
<p>Die Azteken feierten dieses Ritual im Juli oder August, bis die katholische Kirche im Zuge der christlichen Missionierung einmal öfter die populären Rituale des Volksglaubens aufgegriffen, mit eigenen Ideen vermischt und auf das Ende des Jahres gelegt hat. Skelette tanzen durch die Straßen, Totenschädel schmücken jedes Haus, die Familien begeben sich  zu den Gräbern der verstorbenen Familienangehörigen, bringen den Toten deren Leibgerichte mit, denn am Tag der Toten soll man mit den Verstorbenen sprechen können. Vor diesem Hintergrund wird es etwas klarer warum die Mumien im Museum aus der Ich-Perspektive zu uns sprechen. Für uns aber trotz allem immer noch sehr befremdlich.</p>
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		<title>Mexiko. Im Dunkel unter der Stadt.</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Apr 2012 12:37:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Straßen, Gassen und Plätze in Guanajuato bieten genügend Spielraum um Tag für Tag neue Aspekte zu entdecken. Doch die alte Stadt der Silberminen hält noch eine weitere Dimension bereit. Das Zentrum Guanajuatos liegt in einem schmalen Tal, die Häuser staffeln sich steil an den Flanken der Berge hinauf. In den engen verwinkelten Straßen zwischen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Straßen, Gassen und Plätze in Guanajuato bieten genügend Spielraum um Tag für Tag neue Aspekte zu entdecken. Doch die alte Stadt der Silberminen hält noch eine weitere Dimension bereit. Das Zentrum Guanajuatos liegt in einem schmalen Tal, die Häuser staffeln sich steil an den Flanken der Berge hinauf. In den engen verwinkelten Straßen zwischen den Häusern finden sich immer wieder kleine, fast unscheinbare Rampen in denen Motorräder, Autos und sogar Busse verschwinden. Läuft man aufmerksam durch die Stadt, entdeckt man auch immer wieder steile Treppen, die an vielen öffentlichen Plätzen nach unten führen. Wagt man sich über eine der Treppen oder Rampen nach unten, so entdeckt man einen ganz anderen Aspekt der Stadt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1735" title="Guanajuato Tunnel 1" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Tunnel-1.jpg" alt="Guanajuato Tunnel 1" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1736" title="Guanajuato Tunnel 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Tunnel-2.jpg" alt="Guanajuato Tunnel 2" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1737" title="Guanajuato Tunnel 3" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Tunnel-3.jpg" alt="Guanajuato Tunnel 3" width="500" height="332" /></p>
<p>Unter Guanajuato liegt ein weites Geflecht aus Tunneln, das sich kreuz und quer unter der gesamten Altstadt erstreckt. Düster, schummrig, eng und genauso wirr verflochten wie die Häuserschluchten. Schwarze Löcher verschlucken Busse und Taxis, um sie irgendwo anders wieder auszuspucken.</p>
<p>Für die Bewohner von Guanajuato gehören die dunklen, in den Fels geschlagenen Tunnel genauso zu den Straßen der Stadt wie die oberirdischen Gassen. Zehn, zwanzig Meter unter der Oberfläche finden sich Bushaltestellen, Parkplätze, Eingänge zu den Häusern. Kinder laufen entlang der schmalen Bürgersteige, tauchen auf ihrem Weg in die Schule irgendwo in der Stadt ab, anderswo wieder auf. Frauen mit Einkaufskörben, Studenten mit Aktentaschen, Kinder mit Luftballons, für alle ist der spärlich beleuchtete Untergrund selbstverständlicher Teil ihrer alltäglichen Wege durch die Stadt, zur Schule, zur Arbeit, zum Gemüseladen und auch unser täglicher Weg vom Campingplatz in das Zentrum der Altstadt führt jeden Morgen durch einen der kilometerlangen Tunnel. Nach einigen Tagen in der Stadt glaubt man zumindest oberirdisch eine ganz grobe Orientierung zu besitzen. Um zu verstehen wie sich die endlosen Tunnel im Untergrund verflechten, würde man wohl Jahre brauchen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1738" title="Guanajuato Tunnel 4" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Tunnel-4.jpg" alt="Guanajuato Tunnel 4" width="500" height="333" /></p>
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		<title>Mexiko. Ein Plädoyer für mehr Unübersichtlichkeit.</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2012 10:01:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Bisher war unsere Reise durch Mexiko interessant, ganz nette Städte, schöne Strände, viel Leben auf den Straßen, aber die ganz große Begeisterung hatte bisher noch auf sich warten lassen. Das sollte sich in Guanajuato ändern. Ohne große Erwartungen nach fast 12 Stunden am Steuer und gefühlt endlosen Irrfahrten durch das Gewirr der verschlungenen Straßen erreichten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Bisher war unsere Reise durch Mexiko interessant, ganz nette Städte, schöne Strände, viel Leben auf den Straßen, aber die ganz große Begeisterung hatte bisher noch auf sich warten lassen. Das sollte sich in Guanajuato ändern. Ohne große Erwartungen nach fast 12 Stunden am Steuer und gefühlt endlosen Irrfahrten durch das Gewirr der verschlungenen Straßen erreichten wir spät nachts und ziemlich entnervt einen Campingplatz irgendwo auf einem Hügel nördlich der Altstadt. Am nächsten Morgen wandelt sich das Bild.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1725" title="Guanajuato Mexico 1" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/04/Guanajuato-Mexico-1.jpg" alt="Guanajuato Mexico 1" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1722" title="Guanajuato Mexico 2" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Mexico-2.jpg" alt="Guanajuato Mexico 2" width="500" height="333" /></p>
<p>Vor der Tür des Lkws liegt ein herrliches Panorama, ein weiter Teppich aus bunten Häusern, die sich an den Berghängen staffeln. Ein wenig erinnert das Bild an Jodhpur im nördlichen Indien mit den vielen blau gestrichenen Häusern der Brahmanen, nur dass die Fassaden in Guanajuato in vielen bunten Farben leuchten. Ein ganzes Meer an verschiedenfarbigen Gebäuden liegt vor uns. Die Altstadt steckt voller Leben, im Gewirr der schmalen Straßen öffnen sich immer wieder kleinere und größere Plätze, ein jeder mit einem anderen Charakter, ein jeder voller Leben und Menschen, jung wie alt. Die ganze Stadt pulsiert im Treiben der Einwohner, die sich durch die Straßen und Gassen schieben. Manche Plätze laut, voller Musik, andere Plätze leise, beschaulich. 20.000 Studenten beleben die kleine Stadt zusätzlich mit viel junger Kultur, Cafés, Bars, Kneipen, frischer Kunst.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1719" title="Salma" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Salma1.jpg" alt="Salma" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1720" title="Ceda el Paso" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Ceda-el-Paso.jpg" alt="Ceda el Paso" width="500" height="332" /></p>
<p>In den verwinkelten Gassen überziehen endlose Graffiti und Parolen die bunten Wände, zeugen von einer Jugendkultur die etwas zu sagen hat, die ihre Ideen äußert, anstatt stumm und unmündig zu verharren. Hinter jeder Ecke wartet eine neue Überraschung, entdeckt man neue Freiräume, neue Gassen, unbekannte Winkel. Die Altstadt ist unüberschaubar, nicht zu begreifen &#8211; und gerade das macht sie so interessant.</p>
<p>Iain Borden plädiert in seinem Artikel &#8216;Performance, Risk and the Public Realm&#8217; (1) (<a title="Performance, Risk and the Public Realm" href="http://webarchive.nationalarchives.gov.uk/20110118095356/http:/www.cabe.org.uk/files/what-are-we-scared-of.pdf" target="_blank">online auch hier ab Seite 22</a>) für mehr Wagnisse in der Stadt. Unüberschaubare Ecken, Unvorhersehbares. Immer, wenn man nicht schon im Vorhinein weiß, was einen hinter der nächsten Ecke erwarten wird. Das Risiko, dass ich mich auch verlaufen kann, dass ich nicht weiß, wo eine Gasse hinführt, nicht jede Straße, jeder Block nach dem gleichen Muster aufgebaut ist. Eine Stadt der Überraschungen. Selbstverständlich gehe ich damit ein gewisses Risiko ein &#8211; mich zu verirren, in Sackgassen zu laufen oder in dunkle Ecken. Aber suchen wir nicht alle dieses Wagnis, wenn wir uns eine fremde Stadt ansehen. Ist es nicht genau diese Unsicherheit, die Unüberschaubarkeit, die Komplexität, die einen Ort interessant machen? Diese unbegreifliche räumliche Vielfalt, die jedem eine eigene Möglichkeit zur Interpretation gibt, die Chance öffentliche Freiräume flexibel zu nutzen, sie über die Zeit hinweg immer wieder neu zu verstehen – Räume, die Möglichkeiten zur Interpretation eröffnen, gerade weil sie nicht einfach, sondern kompliziert strukturiert sind?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1723" title="Guanajuato Straßenleben" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Guanajuato-Straßenleben.jpg" alt="Guanajuato Straßenleben" width="500" height="333" /></p>
<p>Genau dies schafft den Reiz von Guanajuato, lässt Leben in dieser Stadt entstehen und zieht jährlich zehntausende von Touristen an. Genauso wie das Zentrum von Regensburg, die Gassen von Istanbul und viele andere Altstädte. Allesamt stecken sie voller Unvorhersehbarkeit &#8211; voller Risiken, wenn man so möchte. Kein Mensch interessiert sich für ein Neubaugebiet am Stadtrand von Regensburg oder Istanbul, nur weil es so logisch, sicher und leicht erfassbar entworfen wurde. Es ist an der Zeit zu begreifen, dass bauliche Dichte allein bei weitem nicht reicht, um städtische Qualität zu schaffen. Die Neustädte des 21. Jahrhunderts brauchen mehr Unübersichtlichkeit.</p>
<p>(1) Borden, Iain: Performance, Risk and the Public Realm; In: Wolfrum, Nerdinger und Schaubeck: Multiple City; Berlin, Jovis Verlag 2008;</p>
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		<title>Mexiko. Wieder einmal eine andere Welt.</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2012 13:07:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[An sich ist eine Landesgrenze nicht mehr als eine gedachte Linie zwischen zwei Verwaltungseinheiten, doch die Auswirkungen dieser Linie sind enorm, sobald man das Überschreiten reglementiert. In Europa leben wir seit einigen Jahren mit verhältnismäßig offenen Grenzen, keine Ausweiskontrollen, keine Schlagbäume, keine Autoschlangen mehr vor den ehemals schwer bewachten Kontrollposten. Wir leben in einem zusammengewachsenen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>An sich ist eine Landesgrenze nicht mehr als eine gedachte Linie zwischen zwei Verwaltungseinheiten, doch die Auswirkungen dieser Linie sind enorm, sobald man das Überschreiten reglementiert. In Europa leben wir seit einigen Jahren mit verhältnismäßig offenen Grenzen, keine Ausweiskontrollen, keine Schlagbäume, keine Autoschlangen mehr vor den ehemals schwer bewachten Kontrollposten. Wir leben in einem zusammengewachsenen Kontinent, in dem die Unterschiede vor und hinter den Grenzen verhältnismäßig gering sind &#8211; zumindest im Vergleich zu einigen Grenzen, die wir auf unserer Reise bisher passiert haben. Der Sprung vom Iran nach Turkmenistan änderte nahezu alles, wir hatten das <a title="Reisebericht aus Turkmenistan" href="http://www.abseitsreisen.de/blog/2010/06/turkmenistan-50-kilometer-weiter-eine-andere-welt/" target="_self">damals im Blog beschrieben</a>. Von Usbekistan nach Kirgistan wandelte sich an der Grenze &#8211; wie mit dem Messer geschnitten &#8211; die Landschaft von weiten Ebenen zu einer steil emporragenden Bergwelt. Zwischen der Mongolei und China blieb die Landschaft exakt die gleiche, doch das Leben der Menschen war dies und jenseits wie ausgewechselt. Statt grenzenlosem, offenem Land unter endlos blauem Himmel in der Mongolei ist plötzlich ausnahmslos alles genutzt, begrenzt, definiert, in Besitz genommen, landwirtschaftlich umgestaltet &#8211; buchstäblich jeder Millimeter Land, der nicht von den explosionsartig wachsenden Städten überwuchert wird, während der Himmel sich mit jedem Meter hinter der Grenze von strahlend sattem Blau in trübes, smog-verhangenes Grau wandelte.</p>
<p>Nun liegt eine weitere &#8216;harte&#8217; Grenze hinter uns: Von den USA nach Mexiko. Hat sich vor und hinter dieser schwer bewachten, mit Elektrozaun, Überwachungsanlagen und Maschinengewehren gesicherten und dennoch an sich fiktiven Linie wieder einmal alles gewandelt?</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1707" title="Maria" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Maria.jpg" alt="Maria" width="500" height="333" /></p>
<p>Nach einigen Tagen, selbst nach Wochen im Land ist es schwer zu sagen was sich alles geändert hat, dennoch glaubt man einmal öfter mit ein paar gefahrenen Metern den Sprung in eine andere Welt erlebt zu haben.</p>
<p>Die Drive-Thru Imbisse sind verschwunden, stattdessen schieben ältere Herren rauchend-duftende Imbisswägen durch die Straßen. Statt des allgegenwärtigen Rasters, das sich über Ebenen und Berge in den Staaten zieht und Felder, Wiesen und Farmen in rechtwinklige &#8216;Acres&#8217;, die Städte in Blocks einteilt, winden und schlängeln sich die Straßen nun kurvig durch die Landschaften Mexikos, die Dörfer und Städte sind überwiegend von frei gewachsener Struktur, die Straßen haben wieder Namen, heißen nicht mehr West-4th oder North-12th. Das Zentrums einer jeden Siedlung bildet nun der Zocalo, der zentrale Platz und bedeutendstes Element. Hier spielt sich das Leben ab, man trifft sich, sitzt, liest Zeitung, beobachtet die Passanten, quatscht mit dem Nachbarn, verbringt seine Freizeit. Die &#8216;Plazas&#8217; sind Seele, Herz und Schlagader des öffentlichen mexikanischen Lebens. Überhaupt pulsiert das Leben nun viel mehr auf den Straßen. Die Kinder spielen draußen, Händler bieten ihre Waren an, Scheibenputzer und Jongleure verdienen ihr Geld an den Ampeln während der Rotphasen oder an den &#8216;Topes&#8217;. Die Topes sind vielleicht das erste was einem hinter der Grenze unweigerlich und unübersehbar begegnet: Bremshügel auf den Straßen, die den Verkehr in den innerstädtischen Straßen zum Bremsen zwingen. Wer die zwanzig, manchmal dreißig Zentimeter hohen Topes missachtet oder übersieht und zu schnell darüber hinweg rauscht wird sich unweigerlich die Achse aus seinem Fahrzeug herausreißen, folglich bremst jeder bis nahezu zum Stillstand, was wiederum vielen Straßenhändlern zu Gute kommt, die eben dort ihre Früchte, Tacos, Sonnenhüte, Süßigkeiten, Wasserflaschen und Baumwollunterhosen anbieten. Wer die endlosen Topes in den Städten vermeiden möchte, muss auf die Autobahnen ausweichen, für die nun im Gegensatz zu den USA eine teuere Maut erhoben wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1708" title="Fischer und Pelikane" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Fischer-und-Pelikane.jpg" alt="Fischer und Pelikane" width="500" height="333" /></p>
<p>Die Geschäfte sind kleiner, Supermärkte sind nicht mehr die Regel sondern die Ausnahme. Englisch spricht nahezu niemand, wollen wir uns verständigen, dann auf Spanisch. Ein paar Brocken reichen erst mal um das Nötigste einzukaufen, nach dem Weg zu fragen oder um den Preis zu feilschen. Auf unserem Weg nach Süden werden wir früher oder später deutlich besser Spanisch lernen müssen, sonst bleibt uns die Tür zum Verstehen der Menschen und ihrer Kultur verschlossen.</p>
<p>Alles macht den Anschein ein wenig langsamer abzulaufen. Allerorts ist Musik in den Straßen, die Häuser sind kleiner, improvisierter, oft in grellen Farben bunt bemalt. Wir teilen uns die Straßen von nun ab hin und wieder mit Eselskarren oder stolzen Reitern, die lässig auf ihren Pferden sitzen, den Cowboyhut tief ins Gesicht gezogen. Entlang der Straßen finden sich endlose Teilehändler in deren Hinterhöfen alte Autos in Einzelteile zerlegt und verkauft werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1709" title="Agavenplantage" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Agavenplantage.jpg" alt="Agavenplantage" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1710" title="Tequilafässer" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Tequilafässer.jpg" alt="Tequilafässer" width="500" height="332" /></p>
<p>Was fällt einem noch auf? Während in den Vereinigten Staaten grundsätzlich nur eine oder zwei Personen in einem Auto sitzen, sind nahezu alle Fahrzeuge in Mexiko nun voll besetzt, oft sogar die Ladeflächen, manchmal die Dächer der Lkws. Wie oft ein vollbesetztes Fahrzeug von den Straßen abkommt, bezeugen die unzähligen, mit Plastikblumen geschmückten Kreuze am Straßenrand, die fast ausnahmslos jede Kurve säumen. Daneben sammelt sich der Müll aus Plastiktüten und Getränkeflaschen. Die <a title="Die adoptierte Autobahn." href="http://www.abseitsreisen.de/blog/2012/03/usa-die-adoptierte-autobahn/" target="_self">Fernstraßen scheint hier niemand zu adoptieren</a>.</p>
<p>Für uns besonders bedeutsam ist die Tatsache, dass man in Mexiko sicherlich auch frei campen kann, es einem aber niemand ernsthaft rät. Demnach werden wir die Freiheit aus den USA sicherlich vermissen, fast immer und überall ein traumhaftes, einsames Plätzchen in der Wildnis zu finden, ohne sich Gedanken um die Sicherheit machen zu müssen. Wir übernachten fortan auf Campingplätzen, bei den 24 Stunden geöffneten staatlichen PEMEX Tankstellen oder auf großen Lkw-Stellplätzen, was für uns zunächst eine wirklich große Umstellung ist. In ganz Asien hatten wir keine Campingplätze, in Kanada und den USA nur dann, wenn es nicht anders möglich war, sonst standen wir frei. Ab sofort übernachten wir häufig &#8211; statt allein in wilder Natur &#8211; zwischen zwei 40 Meter langen Trucks irgendwo in der Nähe der Autobahn. Aber immerhin schalten die Lkw-Fahrer hier in Mexiko während der 8-stündigen Nachtruhe die Maschine ab. In den USA liefen die Motoren die ganze Nacht lang durch.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1711" title="PEMEX Station" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/PEMEX-Station.jpg" alt="PEMEX Station" width="500" height="333" /></p>
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		<title>Mexiko. Erste Eindrücke.</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Mar 2012 21:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>bine</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[All die gut gemeinten Warnungen im Hinterkopf machen wir uns auf nach Mexiko. Wir sind gespannt und hoffen natürlich, dass es in Mexiko weit friedlicher zugeht, als es die Medien vielen US-Amerikanern glauben machen wollen.

Die ersten Tage in Mexiko verlaufen ruhig, wenn nicht gar langweilig. Über hunderte Kilometer hinweg ist die Landschaft trist, nichts als [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>All die gut gemeinten Warnungen im Hinterkopf machen wir uns auf nach Mexiko. Wir sind gespannt und hoffen natürlich, dass es in Mexiko weit friedlicher zugeht, als es die Medien vielen US-Amerikanern glauben machen wollen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1698" title="Bienvenidos a Mexico" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Bienvenidos-a-Mexico.jpg" alt="Bienvenidos a Mexico" width="500" height="333" /></p>
<p>Die ersten Tage in Mexiko verlaufen ruhig, wenn nicht gar langweilig. Über hunderte Kilometer hinweg ist die Landschaft trist, nichts als Steppe, Kakteen und wieder Steppe. Als wir in San Carlos auf einem Campingplatz halt machen, trifft uns fast der Schlag. Ein RV reiht sich mit eineinhalb Metern Abstand an das andere, unzählige Dauercamper aus den USA und Kanada haben es bis hierher geschafft und verbringen die Wintermonate in diesem reizlosen Ort am Meer, während ihre kleinen vierbeinigen Begleiter ihr Dasein in Aufklapp-Laufkäfigen auf dem betonierten Vorplatz fristen. Aber nur so kann man sich in Mexiko anscheinend richtig sicher fühlen, unter gleichgesinnten Landsleuten, eingezäunt und mit 24 Stunden Überwachung.</p>
<p>Doch nur wenige Tage nach dem ersten Schock kommen wir etwas weiter südlich unserer Vorstellung von Mexiko schon deutlich näher. Mit gerade mal zwei anderen Wohnmobilen stehen wir auf einem Campingplatz direkt am Meer unter Kokospalmen, das nächste Fischerdorf liegt 50 Gehminuten entfernt und am Wochenende füllt sich der Strand mit mexikanischen Familien aus der näheren Umgebung. Hier fühlen wir uns wohl, in Gemeinschaft aber nicht überbehütet.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1699" title="Campingplatz Teacapan" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Campingplatz-Teacapan.jpg" alt="Campingplatz Teacapan" width="500" height="332" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1700" title="Fischer Teacapan" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Fischer-Teacapan.jpg" alt="Fischer Teacapan" width="500" height="333" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1701" title="Fassade Los Alamos" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Fassade-Los-Alamos.jpg" alt="Fassade Los Alamos" width="500" height="333" /></p>
<p>Die Einheimischen, denen wir bisher begegnet sind, machen auf uns einen sehr freundlichen, entspannten Eindruck. Trotz unserer noch mangelhaften Spanischkenntnisse nimmt man sich Zeit und versucht geduldig unser Anliegen zu verstehen. Vieles scheint uns bereits etwas vertraut, so erinnert uns die überall gegenwärtige mexikanische Musik an heimische bayerische Blasmusik, das einfache Leben auf den Dörfern ruft Erinnerungen an unsere Reise durch Äthiopien wach, verwinkelte Altstädte lassen uns an Spanien oder Italien denken und die vielen improvisierten Straßenstände gleichen ein wenig denen in Südostasien. Langsam verlieren wir unsere Scheu, erahnen nicht hinter allem und jedem einen &#8216;Bandito&#8217; und beginnen Mexiko und seine Bewohner auf uns wirken zu lassen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1702" title="Jesus Los Alamos" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Jesus-Los-Alamos.jpg" alt="Jesus Los Alamos" width="500" height="333" /></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>USA. Gemischte Gefühle vor der Grenze zu Mexiko.</title>
		<link>http://www.abseitsreisen.de/blog/2012/03/usa-gemischte-gefuhle-vor-der-grenze-zu-mexiko/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Mar 2012 13:41:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>thomas</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reiseberichte Amerika]]></category>

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		<description><![CDATA[Die USA liegen hinter uns. Nur wenige Kilometer trennen uns noch von der Grenze zu Mexiko. Zur gespannten Erwartung auf ein neues Land mischen sich besonders vor diesem Grenzübertritt einige Unsicherheiten über das, was nun auf uns zukommen wird.

Der Übergang in ein neues, unbekanntes Land ist immer mit einer großen Umstellung verbunden, damit auch mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die USA liegen hinter uns. Nur wenige Kilometer trennen uns noch von der Grenze zu Mexiko. Zur gespannten Erwartung auf ein neues Land mischen sich besonders vor diesem Grenzübertritt einige Unsicherheiten über das, was nun auf uns zukommen wird.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1690" title="Straight to Mexico" src="http://www.abseitsreisen.de/blog/wp-content/uploads/2012/03/Straight-to-Mexico.jpg" alt="Straight to Mexico" width="500" height="333" /></p>
<p>Der Übergang in ein neues, unbekanntes Land ist immer mit einer großen Umstellung verbunden, damit auch mit Unwägbarkeiten, einer längeren Phase der Orientierung bevor man sich in einer neuen Umgebung, einem neuen Umfeld, einer neuen Umwelt zurechtfindet. Das ändert sich auch beim mittlerweile 23sten Land nicht, in das wir nun bald mit dem Lkw einreisen werden. Doch bei Mexiko mischt sich zur gespannten Vorfreude auf das, was dieses Land für uns bereithält auch eine Priese Unbehagen. Woher kommt das?</p>
<p>Seit wir in den Vereinigten Staaten reisen, kommt das Thema Mexiko wieder und wieder zur Sprache. Wir trafen Leute, die sich der Grenze zu Mexiko nie in ihrem Leben auf weniger als 200 Meilen nähern würden. Andere hatten uns empfohlen uns bis unter die Zähne zu bewaffnen und sofort auf alles und jeden zu schießen was sich uns in den Weg stellt. Man erzählte uns von erbarmungslosen Kriegen der Drogenkartelle und Raubüberfällen, von Menschenschmugglern und Waffenhändlern. Eins hatten all diese Horrorgeschichten gemeinsam. Die Erzähler waren selbst allesamt noch nie in Mexiko.</p>
<p>Die Medien in den USA scheinen ein Bild von Mexiko zu zeichnen, das von Angst und Gewalt geprägt ist. Die USA allein sind deutlich größer als ganz Europa, vielfältig an Landschaftsformen und an Reisezielen mangelt es auch nicht. Viele reisen trotzdem nach Mexiko, denn Hotels, Campingplätze und Restaurants sind dort um ein Vielfaches günstiger. Wenn man bedenkt, wie viele Millionen Dollar US-amerikanische Touristen jedes Jahr nach Mexiko exportieren, dann drängt sich eine Vermutung auf, weshalb die Medien unentwegt mit Negativschlagzeilen und Horrormeldungen über das Nachbarland berichten. Je größer die Angst vor Mexiko, desto mehr US-Urlauber verbleiben in ihrer Freizeit im eigenen Land. Und mit ihnen ihre Dollars.</p>
<p>Je näher wir an die Grenze kommen, desto positiver werden die Geschichten, die uns erzählt werden. Wir treffen mehr und mehr Leute, die Mexiko selbst schon bereist haben, die seit Jahrzehnten dort ihren Urlaub verbringen, das Land mehrfach durchfahren haben, auch solche, die eben mal schnell für ein günstiges Abendessen über die Grenze fahren – in eben diese Grenzregion, in die sich andere nicht einmal schwer bewaffnet in einem gepanzerten Fahrzeug wagen würden.</p>
<p>Je mehr wir mit Leuten sprechen, die selbst Erfahrungen in Mexiko gemacht haben, desto mehr legen sich unsere Zweifel und die Vorfreude auf ein neues Land steigt. Trotz allem bleibt die Vorsicht, bleiben uns die Ratschläge derer im Kopf, die selbst schon im Land waren. In Kürze werden wir selbst erfahren wie es ist durch den Norden Mexikos zu reisen.</p>
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